Professor, * 4. September 1897 – 24. Februar 1970
4. September 1897
Als Sohn des Lauensteiner Heimatdichters Isidor Wilhelm und seiner Frau Anna im Hahnschneidershaus in Lauenstein geboren.
Sein Vater erkannte und förderte die vielseitigen Veranlagungen des Sohnes und ermöglichte seine Ausbildung.
1916 bis 1918
Kriegsdienst an der Westfront.
1919 bis 1931
Meisterschüler R. Schiestls an der Kunstgewerbeschule in Nürnberg und an den Staatsschulen für freie und angewandte Kunst in Berlin. Persönliche Beziehungen zu Liebermann, Mitglied der Tafelrunde Max Slevogts.

1931 bis 1938
Mitbegründer der Gesellschaft für zeichnende Künste in Franken und der Oberpfalz. Beziehungen zu Ernst Barlach, Alfred Kubin u. a. Sein Zyklus „Sparbrot“ wird in Berlin beschlagnahmt.
1939 bis 1945
Hermann Wilhelm heiratet Wett Scharg in Nürnberg. Kriegsdienst an verschiedenen Fronten.
2. Januar 1945
Verlust des größten Teils seiner bisherigen Arbeiten durch den Luftangriff auf Nürnberg.
1945 bis 1966
Professor, Berufung an die Akademie der bildenden Künste in Nürnberg. Seit 1960 Vizepräsident der Akademie, Ehrenbürgermedaille der Stadt Nürnberg.
1967
Ernennung zum Ehrenmitglied der ältesten Malerakademie Deutschlands – der Akademie der bildenden Künste in Nürnberg.
24. Februar 1970
In Nürnberg verstorben; Ruhestätte auf dem Johannisfriedhof.
Hermann Wilhelm war es gegeben, seine Vorstellungen und Empfindungen nicht nur in Bildern sondern auch in Worten, Gedichten, Prosatexten und Märchen zum Ausdruck zu bringen!
War er in seinen Arbeiten nicht der Sohn des Lauensteiner Heimatdichters Isidor Wilhelm?
Nicht zuletzt deshalb haben die Geologisch-Heimatkundliche Arbeitsgemeinschaft und die Stadt Ludwigsstadt Vater und Sohn hier in der Marienkapelle vereint! Die Bilder von Hermann Wilhelm, die über die Kriegswirren gerettet werden konnten, sind von seiner Witwe der Stadt Ludwigsstadt übereignet worden.
HWS